Zwischen Reagenzglas, Brenner und Co.

CHELBO

Gewaltige Explosionen, beeindruckende Lichteffekte und atemberaubende Augenblicke.Nein, wir sprechen hier nicht vom Kino, sondern von den Veranstaltungen des Chemieclubs CHELBO.

Einmal in der Woche treffen sich Schüler des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums zum Experimentieren. Das dient letztendlich dem Proben für die Chemieveranstaltungen wie das „Weihnachtsspektakel“ oder „Chemie mit Alltagsprodukten“. Hier haben Schüler von anderen Schulen die Möglichkeit erste Einblicke von der Schule und ihren Aktivitäten zu gewinnen und Interesse an der großen Welt der Chemie zu entwickeln, denn es ist wirklich alles dabei. Vom Fettbrand über Ammoniakspringbrunnen, bis hin zu den bengalischen Feuern und wunderschönen Silberkugeln. Bei der Alltagschemie können die Besucher sogar selber aktiv werden und unter Anleitung der CHELBO-Mitglieder eigenständig experimentieren.

Natürlich ist hier die Eigeninitiative gefragt, aber im Notfall steht uns immer unser engagierter Fachlehrer Herr Wartke zur Seite.

Fächerverbindendes Projekt

Aber Experimente werden nicht nur im Chemieclub, sondern auch im Rahmen des Fächerverbindenden Unterrichts durchgeführt. Ziel des Unterrichts ist es, dass die Schüler selbstständig ihr Thema erarbeiten und darüber eine Belegarbeit schreiben. Dieses Jahr teilte sich die EG 08 in drei große Gruppen auf. Gärung, Backen und Enzyme. Innerhalb dieser Gruppen bekam man ein Unterthema und wählte eigenständig Experimente aus, mit denen man das Thema erforschte. Das geschah alles unter den wachsamen Augen der Fachlehrer, die jederzeit für Fragen da waren und ab und zu kleine Denkanstöße gaben. Doch nicht nur das Experimentieren stand im Vordergrund. Schließlich mussten die Schüler erstmal lernen, wie man eine Belegarbeit wissenschaftlich aufbaut und durchführt.

Zuerst wurden von den jeweiligen Gruppenleitern Einführungen in die Themen gegeben. Danach lernte man im Fach Arbeitstechniken die korrekte Schreibweise und den richtigen Aufbau der Arbeit und in Mathematik erfuhr man interessante Dinge zur Fehlerberechnung. Zuletzt konnte man noch mal letzte Gespräche bei den Konsultationen führen und in den Computerkabinetten der Schule die Belegarbeit verfassen.

Für alle war es eine wertvolle Erfahrung, die einem später im Studium bestimmt hilfreich sein wird.

Wissenschaftliches Praktikum

„Etwas mehr Praxis neben den schnöden Reaktionsgleichungen und Formeln wäre doch ganz schön.“

Dieser Meinung dürften die meisten unserer Mitstreiter am Regelgymnasium sein. Doch nicht am Beruflichen Schulzentrum für Ernährung und Hauswirtschaft. Im sogenannten „Wissenschaftlichen Praktikum“ werden ausgewählte, fachbezogene Fragstellungen praktisch bearbeitet. Hierbei erfolgt eine inhaltliche Verknüpfung der Naturwissenschaften Biologie, Physik und Mathematik mit unserem Profilfach Ernährungslehre mit Chemie.

Dabei steht das Erlernen von Arbeitstechniken im Labor im Vordergrund. Verschiedenste Trennverfahren, Nachweise von Alkoholen, Untersuchungen zu organischen Verbindungen, Esterbildung/-trennung, Säure- Base Titration, Ionennachweise usw. werden im 3 stündigen Laborunterricht, aller 3 Wochen, intensivst unter die Lupe genommen. Die Schüler sollen naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen zur Bewältigung solcher Problematiken entwickeln. Dabei stehen ihnen modern eingerichtete Arbeitsräume und Materialien zur Verfügung.

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